2. – 4. Schuljahr

Olaf Pyras | Christine Weghoff

Murmeln murmeln

Glasmurmeln zum Klingen bringen

Gläserne Murmeln wurden 1848 in Thüringen erfunden. Zuvor waren Murmeln aus Marmor, woher sich ihr Name ableitet. Seit über 5000 Jahren werden sie weltweit als Spielmaterial genutzt. Es wird also Zeit, sich ihrem Klang und ihrem lautmalerischen Namen musikalisch zu widmen. In diesem Beitrag geht es darum, dass Kinder den Klang der Murmeln erkunden.

In Rahmentrommeln und Marmeladengläsern rollende und klickende Murmeln erzeugen vielerlei Klänge, welche die Kinder variieren und erkunden. Das Murmellied verbindet abschließend die gefundenen Klangaktionen zu einer Rondoform.
Warm-ups
Warm-up 1 mit drei Rahmentrommeln
Alle sitzen im Kreis. Für die erste Materialerkundung liegt eine Murmel in der Rahmentrommel und wird langsam kreisen gelassen. Die Trommel wird weitergereicht, ohne den Klang zu unterbrechen. Nach und nach können weitere Trommeln in den Kreis gegeben werden.
Als Nächstes erfinden alle gemeinsam Spielaufgaben wie:
  • Wer kann am leisesten murmeln?
  • Wer kann die Kugel am längsten in Bewegung halten, ohne dass sie an den Rand stößt?
  • Wer kann lauter und leiser werden?
Warm-up 2 mit vielen Rahmentrommeln
Die Hälfte der Klasse erhält nun Rahmentrommeln mit je einer Murmel für die nächste Spielrunde. Die andere Hälfte bekommt die Aufgabe, aufmerksam zuzuhören und die Höreindrücke nach der Spielaktion zu beschreiben. Nach jeder Runde wechseln die Gruppen.
Die Rennmurmel
Die Kinder lassen die Murmel sich langsam in der Trommel drehen. Allmählich wird das Tempo und damit die Lautstärke gesteigert. (Achtung: Fliegt die Murmel aus der Trommel, scheidet man aus.) Gemeinsam werden alle wieder leiser bis zum Stillstand.
Die Wiegemurmel
In der schräg gehaltenen Trommel rollt die Murmel hin und her. Können alle einen gemeinsamen Rhythmus finden? Hin her hin her hin her! Wie können alle gemeinsam aufhören?
Klangexperimente und kurze Gruppenkompositionen
Welche Klänge lassen sich noch erzeugen? Die Kinder experimentieren in Kleingruppen (Arbeitsaufträge s. auch M1 ).
„Murmelswing
Für das Erlernen des „Murmelswing (M2 ) sitzen alle im Kreis. Jedes Kind benötigt zwei Murmeln. Die Zeilen werden durch Vor- und Nachsprechen geübt; bei „Klick werden zusätzlich die beiden Murmeln leise aufeinander geklickt.
Intro Takt 1 und 2
Mm, klick klick klick klick
Strophe Takt 3 bis 5
Murmeln, klick klick klick klick Murmeln murmeln, klick klick
Murmeln murmeln manchmal, klick
Nun lässt sich das Geübte bereits in eine Abfolge bringen: Jeder Takt wird viermal gespielt.
Schlusspassage Takt 6 und 7
Murmeln murmeln manchmal Musik klick klick klick mit
Diese beiden Takte finden wieder Anschluss zur Strophe und nach der Wiederholung zu den Soli der vier Klanggruppen. Jetzt lernen alle die einfache Melodie.
Präsentation
Der Murmelswing bietet ein gutes Gerüst für die Gesamtpräsentation. Ein Ablauf könnte aussehen, wie im Beispiel dargestellt (s. Beispiel für einen Ablauf ).

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