3. – 5. Schuljahr

Knut Dembowski | Birgit Jeschonneck

Domino und Co.

Zwei bekannte Spiele als Impulse für Komposition und Choreografie

Musik selbst zu erfinden macht Spaß, aber wie lässt sich das musikalische Material am besten in Form bringen? Die einfachen Regeln von zwei bekannten Spielen machen dies niederschwellig möglich. Mit Domino und Memory lassen sich auch Bewegungsaufgaben bis hin zu selbst geschaffenen Choreografien anstoßen und strukturieren.

Domino und Memory sind Tischspiele, die Kindern im dritten Schuljahr schon begegnet sind manchmal allerdings nicht im Original, sondern in den „pädagogisierten Versionen als Lesespiele, Rechenspiele o.Ä. Durch ihre einfachen Grundregeln eignen sie sich jedoch auch dazu, das Musikerfinden oder Bewegungsgestaltungen anzustoßen und „in Form zu bringen. Die vielen neuen Spielideen zu Domino und Memory können am Ende in einer selbst gestalteten Spielekartei gesammelt werden, die über die Jahre immer weiter wachsen kann. Vielleicht gibt es noch andere Gesellschaftsspiele, die „musikalisiert werden können?
Komponieren mit Domino
Domino ist ein beliebtes Legespiel, das man allein oder in einer Gruppe spielen kann. Im Handel sind viele Varianten erhältlich, und auch ein Selbstbau einfacher Steine ist im Unterricht machbar. Die folgenden Aktionen sollen anregen, gemeinsam mit den Kindern weitere kleine spielerische Umsetzungen zu entdecken.
Domino spielen
Durch gemeinsames Spielen wird die Grundlage für späteres Arbeiten geschaffen. Dabei bringen sich die Kinder die Regeln untereinander selbst bei. Von Vorteil ist, wenn im Klassenraum ein jederzeit zugängliches Domino-Spiel bereit liegt, damit das individuelle Spielverständnis vielleicht auch mit eigenen fantasievollen Regeln vertieft werden kann.
Die Lerngruppe findet sich im Sitzkreis ein. Jedes Kind zieht einen Dominostein, der Rest verbleibt im Kasten (Reservoir). Nun legen die Kinder den Standardregeln entsprechend ihre Steine an. Hat jemand erfolgreich anlegen können, zieht er sich einen neuen Stein aus dem Reservoir. Kann jemand nicht anlegen, darf er mit einem anderen Stein aus dem Reservoir tauschen.
Wie viele Steine sind am Ende übrig? Finden wir gemeinsam verschiedene Lösungen, wie wir diese Steine durch Veränderungen der Domino-Kette doch noch unterbringen können?
Musikalisch kann man Patschrunden, Punkte-Orchester (s. auch M1 ), Kompositionen mit Bewegung und Kompositionen mit Instrumenten auf der Basis von Domino umsetzen.
Szenisch-musikalisches Memory
Spiel- und Musizieraktionen können auch vom Memory-Spiel inspiriert werden. Auch hier spielen die Kinder erst einmal eine Runde Memory und machen sich bewusst, was bei diesem Spiel passiert:
  • Man muss zwei gleiche Karten finden.
  • Die gefundenen Paare wandern an den Rand.
  • Auf der Spielfläche dünnt es sich immer mehr aus.
  • Wer ein Paar gefunden hat, hat einen weiteren Versuch; am Schluss geht es auf einmal ganz schnell.
Die Memory-Grundregeln sind also sehr einfach und dürften jedem Schulkind bekannt sein. Damit lassen sich Musik-Memorys erfinden (s. auch M2 ) und getanzte Memorys umsetzen.

Weiterlesen im Heft

Vorteile im Abo

Exklusiver Online-Zugriff auf die digitalen Ausgaben der abonnierten Zeitschrift
Print-Ausgabe der abonnierten Zeitschrift bequem nach Hause
Zusatzvorteile für Abonnenten im Online-Shop genießen