3. – 6. Schuljahr

Joana Grow

Weihnachtsglocken

Ein Spielstück für Stabspiele

Weihnachtsglocken bringen Weihnachtsstimmung in den Musikraum. Das Arrangement zum Kanon „Ding dong bells und die methodische Aufbereitung stellen das differenzierte Spiel mit verschiedenen Schlagtechniken auf Stabspielen in den Mittelpunkt. Durch eine Differenzierung des Schwierigkeitsgrads der Stimmen können alle Kinder einbezogen und unterschiedliche Klangkombinationen erprobt werden.

Die Harmoniefolge des Kanons „Ding dong bells (M1 , H11), der den Ausgangspunkt des Spielstücks bildet, ist aus dem Pachelbel-Kanon bekannt. Das Spielstück „Weihnachtsglocken ist wie ein Quodlibet arrangiert und besteht aus fünf Stationen zu verschiedenen Schlagtechniken. Die einzelnen Stimmen sind nur vier Takte lang und werden beliebig wiederholt. Die 17 verschiedenen Stimmen (H13 – 29) können einzeln oder zusammen erklingen. Besonders gut klingt ein sukzessiver Aufbau, bei dem Melodien mit langen Notenwerten zuerst gespielt und dann auf Abwechslung in der Stimmbesetzung geachtet wird.
Jeder Melodie ist ein deutscher Text zugeordnet, der bei der Einstudierung helfen kann. Das Stück kann somit auch, z.B. in der Reihenfolge der Stationen, als Lied genutzt werden (H12) oder vokale Teile können Bestandteil des Arrangements sein.
Stabspiele und wie man sie spielt
Im Spielstück „Weihnachtsglocken (s. M3, M6, M9, M12, M15) werden die Kinder mit den verschiedene Stabspielen und ihren Klängen vertraut (s. Kasten Wissenswertes zu Stabspielen).
Wissenswertes zu Stabspielen
Wissenswertes zu Stabspielen
Die verschiedenen Stabspiele decken zusammen über sechs Oktaven klanglich ab und sind damit vergleichbar mit dem Klavier.
Für das Spiel mit Kindern sind Alt-Xylofone besonders gut geeignet, da sie einen zur kindlichen Stimme vergleichbaren Ambitus umfassen, wodurch die Tonabnahme und das Mitsingen erleichtert werden. Alt-Xylofone haben einen warmen, aber unaufdringlichen Klang, die einzelnen Töne klingen eher kurz.
Metallofone mit ihrem glockenähnlichen Klang bieten sich darüber hinaus für dieses Stück besonders an, eignen sich ansonsten aufgrund des langen Klanges für Klangteppiche.
Die in den Grundschulen in höherer Stückzahl am ehesten verfügbaren Glockenspiele und insbesondere Sopranglockenspiele haben einen klaren, dabei aber auch spitzen dominierenden Klang (sie klingen zwei Oktaven höher als notiert), weshalb sie im Arrangement eher sparsam eingesetzt werden. Um der Dominanz des Klanges entgegenwirken, können Gummi- statt Holzschlägel genutzt werden, auch wenn generell gilt: Je kleiner und höher das Instrument, desto härter der Schlägel.
In den einzelnen Stimmen der fünf Stationen erlernen und üben sie verschiedene Spieltechniken auf Stabspielen. Jede Stimme ist einer bestimmten Spieltechnik zugeordnet, die an ihr geübt werden kann. Zu jeder Spieltechnik finden sich Melodien unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen (*/**/***) ist von der Wahl des Instruments, der rhythmischen und melodischen Komplexität und der Schlagtechnik selbst abhängig. Leichte Melodien beinhalten nur ein oder wenige gleichmäßige Notenwerte, kaum Tonsprünge oder gleiche Abstände.
In den Partituren zu den Stationen finden sich Vorschläge, welche Stimme auf welchem Stabspiel gespielt werden kann. Diese Besetzung kann, die Besonderheiten der einzelnen Stabspiele beachtend, dem vorhandenen Instrumentarium angepasst werden.
Spieltechniken
Die Kinder sollten in der Regel mit einem Schlägel in jeder Hand spielen (Spieltechniken s. Kasten).
Spieltechniken
Spieltechniken
Hand-für-Hand-Spiel
Beim Hand-für-Hand-Spiel (Station 1: M2 , 3 , 4 ) wechseln sich die Hände Note für Note ab: L R L R L R
Doppelschlag
Beim Doppelschlag (Station 2: M5 , 6 , 7 ) werden zwei oder mehrere aufeinander folgende gleiche oder nebeneinander liegende Töne mit dem gleichen Schlägel gespielt, z.B. R L R L R R L L
Gabelgriff
Beim Gabelgriff...

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