1. – 2. Schuljahr

Andrea Hansen-Wille

Regenzwerge und Klangwolke

Erstes Klassenmusizieren mit den Tönen C, E und G

Regenzwerge, Regenvögel und Regenwolken. In diesem Beitrag lernen die Kinder die Geschichte der Regenzwerge kennen, die sie klanglich begleiten können singend im Kanon und harmonisch auf Instrumenten. Eine Unterrichtseinheit, die sich vielfältig für den Ersteinsatz mit Instrumenten eignet.

Klassenmusizieren beinhaltet nicht nur einen musikalischen, sondern auch einen sozialen Lernprozess. Um miteinander zu spielen, müssen die Kinder sich gegenseitig wahrnehmen und respektieren. Sie lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, sich zuzuhören und sich an die gemeinsam erzeugte Lautstärke anzupassen. Es gibt noch kein verbindliches gemeinsames Tempo beim Spielen. Die Klangwolke entsteht durch Spielen nach Gefühl.
Einstieg mit dem Glockenspiel
Die Kinder spielen nur mit dem Ton „c. Wenn das klappt, mit den Tönen „c, e und g, sodass sich Lehrkraft und Kinder ganz auf den erzeugten gemeinsamen Klang konzentrieren können. Das tiefe „c“ – den tiefsten Ton auf den meisten Glockenspielen brauchen sie für den Anfang. Probieren Sie den Dreiklang „c, e, g aus das sind die Töne des C-Dur-Akkords auf dem Glockenspiel. Sie werden merken, dass die Töne leicht singbar sind und dass das Glockenspiel sie gut dabei unterstützt, den Ton zu treffen und zu halten. Das ganze Lied kann mit dem C-Dur-Akkord auf der Gitarre begleitet werden, das gelingt auch Gitarrenanfängern. Das Lied lässt sich leicht transponieren und in anderen Tonarten spielen und singen.
Mit dem Schlägel umgehen
Jedes Kind hat einen Filzstift mit geschlossener Kappe. Sie können Spielaufgaben, die eine entspannte Haltung und gezieltes Umgehen mit dem Schlägel üben, vorbereiten: „Wer kann den Stift zwischen drei Fingern locker schwingen lassen, wer kann ihn in einer Hand drehen? etc. Anschließend zeigt die Lehrkraft, wie der Schlägel beim Spielen auf dem Glockenspiel gehalten wird und wie man leicht auf die Tischplatte, nicht auf die Tischkante, damit schlägt. Viele Kinder wenden zu viel Kraft an und lernen nun, entspannter zu spielen. Die Kinder lassen es auf dem Tisch mit Filzstiften „regnen erst leise, dann lauter und wieder abebben (siehe Abb. 1 und 2 ).
Lautstärke einstellen was kann mein Instrument?
„Wir stellen jetzt die Lautstärke ein. Die Lehrkraft zeigt mit den Händen Dirigierzeichen „leise werden, „lauter werden, (siehe Abb. 3 und Skizze Abb. 5 ). Die Gruppe findet dabei die noch angenehme Lautstärke. In dieser Lautstärke darf nun jedes Kind das eigene Instrument ausprobieren. Beim Ausprobieren von Klängen und Geräuschen sind Kinder so vertieft, dass sie ihre Umgebung völlig vergessen. Beim Zusammenspiel sind die Kinder oft so auf das eigene Spiel konzentriert, dass sie den hörenden Kontakt zur Gruppe schnell verlieren. Das Aufeinanderhören muss zwischendurch immer wieder spielerisch geübt werden, z.  B. durch die folgenden Spiele.
Das leiseste Instrument hören
Alle Kinder haben ein Instrument oder etwas, das Geräusche machen kann. Die Lehrkraft spielt auf einem Instrument. Sie stellt die Aufgabe: „Schließt die Augen, spielt nun so leise, dass ihr mich noch hört. Danach bestimmt sie ein Kind, das nun sehr leise spielt. Alle Kinder spielen frei auf ihrem Instrument, aber so, dass sie dieses Kind noch hören.
Regen leise und lauter auf Instrumenten spielen
Die Lehrkraft erzählt, wie es regnet und die Kinder spielen dazu (siehe Spiel „Mit dem Schlägel umgehenS. 32): Leise den Regen tropfen lassen, steigern, bis es laut prasselt, leiser werden. Diesen Ablauf wiederholen und per Handzeichen dirigieren. Ein Kind kann das übernehmen. Einige Kinder können der Gruppe zuhören und Feedback geben: Wer konnte das schon gut? Welche Instrumente waren sehr laut, welche sehr leise?
Einstieg mit der Regenzwerg-Geschichte
Zu Beginn wird die Geschichte über die Regenzwerge erzählt. Hierbei können einige Pausen gemacht werden, um die...

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