1. – 4. Schuljahr

Almuth Heinze

Langsam fällt jetzt Blatt für Blatt

Den Herbst musizierend erlebbar machen

„Langsam fällt jetzt Blatt für Blatt eignet sich zum Singen und Musizieren in alters-gemischten Gruppen. Gemeinsam kann man sich auch die Noten anschauen. Wie die Blätter im Herbst, fallen auch die Noten ab bzw. geht die Melodie langsam nach unten.

In meiner Hand ist ein bunter Strauß Herbstblätter. Schnell ist geklärt, welches Blatt zu welchem Baum gehört. Wir beschreiben Farbe, Geruch und Form der Blätter. Anschließend überlegen wir, mit welchen Orffinstrumenten man „Blättermusik spielen kann.
Beim Erlernen des Liedes (siehe M1 ) zeige ich die Tonhöhen mit den Händen. Bei der Textstelle „und es raschelt, wenn man geht reiben wir mit den Handflächen im Rhythmus aufeinander. Schnell nehmen die Kinder das Abfallen der Melodie am Ende der Strophe wahr. Bunte Tücher sind die Blätter in unserer Hand. Mit Bewegungen begleiten wir das Lied als Tüchertanz. Er beginnt, indem das Tuch/das Blatt still an unserer Hand/am Ast hängt und endet, indem das Tuch/das Blatt am Boden liegt.
Mit den ausgewählten Orffinstrumenten erarbeiten wir eine Begleitung. Als Zwischenspiel der Strophen gibt es immer eine „Windmusik mit Instrumenten, die den Wind imitieren.
Zum Abschluss teile ich die Klasse in drei Gruppen: die Sänger-, die Instrumental- und die Tüchertanzgruppe. Es versteht sich von selbst, dass durch Gruppenwechsel jedes Kind einmal singt, einmal spielt und einmal tanzt.
Die Noten betrachten
Beim gemeinsamen Singen zeigen wir die Abwärtsbewegung (s.Abb.1 ) mit den Händen. Steigt die Melodie auf und „wirbelt von Osrt zu Ort, (s.Abb. 2 ) folgen unsere Hände auch der Melodie. Der Melodieverlauf kann auch mit Blättern auf den Boden gelegt werden. Die Kinder können dies dann analog in den Noten entdecken.
Mitspielen
Vor- und Zwischenspiel (siehe M2 ) sind einfach, haben aber unterschiedliche Anforderungen. Die unterste Zeile im Notensystem klatschen wir gemeinsam und zählen den Takt. In dieser Stimme begleiten die Kinder mit Triangel oder Klangholz. Bildhaft lässt sich für jüngere Kinder an der mittleren Stimme zeigen, wie das „d‘” am Boden liegt oder „an der Kellerdecke hängt. Die obere Stimme für Glockenspiel oder Xylofon wird durch Vor- und Nachmachen gelernt. Sollten die Kinder Notenkenntnisse haben, können sie auch nach Noten spielen. Manchmal entdecken die Kinder den Oktavsprung. Ich erkläre, dass der Tonabstand von zwei Noten mit dem gleichen Namen Oktave heißt (z.B. d‘ – d‘‘). Die Oktave ist der Tonabstand zwischen dem ersten und dem achten Ton der Tonleiter. Für den Begriff biete ich die Eselsbrücke zum Oktopus an zum Tintenfisch mit acht Armen, dessen Name ebenfalls aus dem Lateinischen abgeleitet wird.

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