1. – 4. Schuljahr

Kirsi Zimmermann

Musikalische Erfrischer

Spiele im Musikunterricht

In unserer Rubrik „Kleines und Feines stellen wir in diesem Heft Spiele, Warm-ups, Fresh-ups, Cool-downs vor, die zwischendurch immer mal wieder eingesetzt werden können, wenn es in die jeweilige Musikstunde passt.

Spiegelbild
Spiegelbild (Kl. 1 4)
Du brauchst:
  • Chiffontücher
  • langsame Musik
  • ggf. Instrument des Lehrers
So wird gespielt:
Diese Übung mache ich gern zu Beginn einer Musikstunde, Chorprobe, Theaterprobe, da es die Aufmerksamkeit und Konzentration gleichermaßen auf sein Gegenüber und sich selbst legt. Die Kinder finden sich zu zweit zusammen und bekommen folgende Erklärung: Zwischen den beiden Kindern steht ein unsichtbarer Spiegel. Eines der beiden Kinder steht vor dem Spiegel und das andere ist das Spiegelbild. Die Bewegungen müssen langsam sein, die Augen müssen immer in Richtung Spiegel gehen und der Mund ist dabei zu! Nun wird diese Aufgabe zu einem langsamen Musikstück von CD oder zu selbstgespielter Musik umgesetzt. Nach der Übung werden die Rollen getauscht.
  • Variation 1: Chiffontücher einsetzen
  • Variation 2: ein Vormacher, 20 Spiegel
  • Variation 3: Es dürfen nur Bewegungen mit einem bestimmten Körperteil vorgemacht werden. Besonders schwierig sind Bewegungen im Gesicht.
Bodypercussion
Folgender Rhythmus eignet sich besonders gut für Vertretungsstunden.
Schritt 1: Ich beginne mit dem Basisrhythmus (siehe NB 1 )in einem sehr langsamen Tempo. Dabei achte ich darauf, dass der Schlag auf die Brust von einer Hand gemacht wird und der Schnippser von der anderen Hand. Einige Kinder bevorzugen für beide Klänge nur eine Hand, was bei einem höheren Tempo zu schwierig werden würde. Beim Vormachen spreche ich die Bewegung zunächst immer mit: Brust, Schnips, Klatsch. Die Pause markiere ich mit einem Schnalzer oder anderem prägnantem Geräusch als Lückenfüller.
Schritt 2: Wenn alle Kinder den Basis-Rhythmus sicher in den Fingern haben, erweitere ich den Rhythmus um einen weiteren Schlag NB 2 ). Hier werden ggf. einige Kinder unsicher werden. Diese können einfach den Basisrhythmus weitermachen.
Schritt 3: Sitzt der Rhythmus sicher, kann dass Tempo erhöht werden. Nun bietet es sich an:
  • den Rhythmus zu mitgebrachter Musik umzusetzen
  • zu einem bekannten Lied als Begleitung einzusetzen.
Schritt 4: Für Profis kann der Rhythmus noch wie folgt erweitert werden NB 3 :
Auch hier gilt, wer unsicher ist, macht einfach mit dem Basisrhythmus weiter.
„Frau Zimmermann sagt …“
So wird gespielt:
Wenn ich am Ende einer Stunde noch ein paar Minuten Zeit habe, spiele ich folgendes Spiel: Alle Kinder stehen frei im Raum verteilt, die Lehrkraft steht vor der Gruppe und hat zwei Arten von Anweisungen zur Verfügung:
  • Name mit Handlungsanweisung: „Frau Zimmermann sagt klatschen!
  • nur die Handlungsanweisung: „Klatschen!
Der Vormacher macht die Bewegung zu beiden Anweisungen immer vor. Die Nachahmer dürfen aber nur die Bewegung umsetzen, wenn der Name vorher gesagt wurde!. Die hohe Kunst der Nachahmer liegt darin, die alte Bewegung beizubehalten, wenn die Anweisung nicht den Namen enthalten hat, auch wenn der Vormacher eine andere Bewegung anzeigt. Da das Auge in der Regel schneller verarbeitet als das Ohr, kommt es zu Verwirrungen und einzelne, manchmal sogar die ganze Gruppe, machen falsche Bewegungen nach. Da es am Ende der Stunde ein lustiges Miteinander geben soll, verzichte ich auf ein Ausscheiden von Kindern, die eine falsche Bewegung gemacht haben.
Variation: Einzelne Kinder übernehmen die Vormacherrolle. Dabei dürfen sie entscheiden, ob sie lieber ihren eigenen Namen nehmen wollen oder mit dem Namen der Lehrerin die Anweisungen geben wollen.

Weiterlesen im Heft

Vorteile im Abo

Exklusiver Online-Zugriff auf die digitalen Ausgaben der abonnierten Zeitschrift
Print-Ausgabe der abonnierten Zeitschrift bequem nach Hause
Zusatzvorteile für Abonnenten im Online-Shop genießen