1. – 2. Schuljahr

Birgit Jeschonneck

Kleine Igel unterwegs

Singen, Sprache, Bewegung und Instrumentalspiel von Anfang an

Auch der Igel ist häufig eines der Themen im Spätherbst des ersten Schuljahres.Im Musikunterricht können diese Unterrichtsinhalte aufgenommen und das neue Wissen auf einer ästhetischen Ebene ganzheitlich erlebt werden.

Am Beispiel des Igels wird hier vorgestellt, wie Aspekte seines Verhaltens, die Nachaktivität und das Einrollen bei Gefahr rhythmisch-musikalisch in Bewegung umgesetzt werden. Die Kinder verbinden die musikalischen Parameter schnell – langsam / laut – leise mit dem Tagesablauf eines Igels: wach sein schlafen. Die Kinder lernen, genau auf die Musik zu hören und sie in Bewegung umzusetzen. Ganz basale Kompetenzen der Tanzerziehung werden ebenfalls mit dem Igel als Vorstellungshilfe ungesetzt: gleichmäßige Verteilung im Raum, Orientierung und rücksichtvolles, kontrolliertes Verhalten in Bewegungsphasen, sowie das Umschalten von einer Bewegungsform in eine andere. Die Handlungsfelder Singen und Instrumentalspiel werden mit dem Lied „Kleine Igel schlafen gern berührt; ein einfaches Igelrhythmical verbindet Stimme und Rhythmus.
Singen und Instrumentalspiel: „Kleine Igel schlafen gern
Das Lied „Kleine Igel schlafen gern ist für den Anfangsunterricht ganz besonders geeignet, da sich in den vier Strophen kaum Text ändert. Die Kinder lernen den Liedtext durch rhythmisches Vor- und Nachsprechen. Gesten unterstützen die Textsicherung – auf dem Liedblatt sind die Gesten illustratorisch gezeichnet:
  • „Kleine Igel schlafen gern: Schlafgeste mit zusammengelegten Händen
  • Regen: Die Finger zeigen Regentropfen von oben nach unten an.
  • Donner: einmal kräftig mit dem Fuß aufstampfen
  • Schneefall: mit beiden Händen langsam herabfallende Schneeflocken tanzen lassen
Auch die Melodie wird dann, die Wiederholungen des Liedes nutzend, ebenfalls durch Vorsingen und Nachsingen gelernt. Ein Kind darf in der Kreismitte unter einem Tuch den kleinen Igel spielen. Bei der Textstelle: „Was soll das denn sein? schaut der kleine Igel erstaunt unter seinem Tuch hervor und rollt sich dann wieder zusammen. Mutige Igelkinder können diese Textstelle auch als Solo singen.
Jetzt werden einige Instrumente in den Kreis gelegt, z.B. ein Regenmacher, zwei Handtrommeln, ein Glockenspiel, eine kleine Pauke oder eine große Trommel, ein Windschlauch, einige Klangstäbe. Die „vier Wetter des Liedes sollen jetzt mit Instrumenten imitiert werden:
Welches Instrument passt z.B. dazu, die Klänge des Regens nachzuahmen? Es gibt mehrere Möglichkeiten selbst auf der Pauke kann man mit den Fingerspitzen Regentropfen hörbar machen. Allerdings fehlt uns dann die Pauke, wenn wir es eine Strophe später donnern lassen möchten. Vielleicht werden so erste Entscheidungen rückgängig gemacht gut so. Ziel ist, dass die Kinder genau hinhören, den Klang des gewählten Instrumentes mit ihrer Umwelterfahrung vergleichen, sich auf eine Lösung einigen und erkennen, dass es mehrere Möglichkeiten, mehrere Lösungen gibt man muss sie nur begründen können.
Gesamtdarstellung
Je ein Kind spielt ein Instrument für den Regen, den Donner, den Wind, und den Schnee und ein Igelkind kauert unter dem Tuch. Vor jeder Strophe spielt das entsprechende Musiker-Kinder sein Instrument, so lange es möchte. Danach blinzelt es der Lehrkraft zu und die Klasse singt mit den Gesten das Igellied. Das Igelkind unter dem Tuch kann nach jeder Strophe wechseln.
Erweiterung 1: Liedbegleitung
Das Lied kann auch harmonisch begleitet werden, indem die Harmonien über den Noten (D, G, A) mit Klangbausteinen mitgespielt werden. Es empfiehlt sich, diese Begleitung aufzuteilen, sodass einige Kinder die beiden A-Teile begleiten und andere den B-Teil. Auch die Instrumente, die das jeweilig besungene Wetter imitieren, können beim B-Teil mitspielen.
Erweiterung 2: Texten
Im Text ändert sich nur ein Nomen im B-Teil. Dieses kann man ersetzen und schon haben die Kinder „ihre eigene...

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