1. – 2. Schuljahr

Maik Oyen

Ein Koffer voll Instrumente

Instrumente entdecken und im Lied einsetzen

Die Kinder lernen mit dem Lied „Der Instrumente-Koffer unterschiedliche Rhythmus- und Orff-Instrumente, deren Klangeigenschaften und Spielweise, kennen. Sie können das Lied rhythmisch, aber auch melodisch, mit einfachen Bausteinen begleiten.

In den ersten Musikstunden geht es darum, die Vorerfahrungen der Kinder zu erfassen und zu entwickeln und gleichzeitig die Freude am gemeinsamen Musizieren zu wecken und zu entwickeln. Dazu packen wir einen „Instrumentenkoffer, eine Kiste oder einfach eine Tüte. Darin sollten auf alle Fälle Elementare Instrumente sein, die die Kinder bereits kennen, aber auch einige unbekannte.
Instrumente kennenlernen
Bevor die Kinder das Lied kennenlernen, erkunden wir zuerst einmal gemeinsam den „Instrumentekoffer. Zu Beginn liegen alle Instrumente in der Mitte des Sitzkreises. Jedes Kind, das ein Instrument kennt, darf sich dieses aus der Mitte „fischen. Bedingung ist, dass es den Namen des Instruments kennt. Es spricht den Namen rhythmisch vor, alle Kinder sprechen rhythmisch nach. In einem zweiten Schritt werden die Klangeigenschaften und Spielweise (Technik) erkundet. Dabei schaut die Lehrkraft, was die Kinder bereits können, lässt sie selbst ergänzen und gibt erst zum Schluss notwendige Hinweise.
Um die Namen der Instrumente zu wiederholen, kann man jedem zweiten Kind ein Instrument zuordnen. Dieses Kind muss den Namen des Instrumentes natürlich beherrschen. Jetzt hat jedes Kind mit Instrument die Aufgabe, den Namen rhythmisch zu sprechen und sich auf dem Instrument zu begleiten. Die Gruppe wiederholt den Namen und patscht den Rhythmus dazu auf die Oberschenkel. Dies wiederholen die Kinder zwei- oder viermal. Anschließend ist das nächste Kind an der Reihe. Ist die Klasse einmal im Kreis herum, werden die Instrumente im Uhrzeigersinn weitergegeben und die Übung (das Spiel) beginnt von vorn.
Klänge wahrnehmen und zuordnen
Sehr beliebt sind bei Kindern aller Altersstufen Wahrnehmungsübungen. Im Folgenden werden zwei Varianten vorgestellt. Bei der ersten Übung sitzen die Kinder auf ihrem Platz oder an einem beliebigen Ort im Raum. Sie schließen ihre Augen. Hat man Kinder, die dies nicht möchten, sollte man es nicht erzwingen, muss mit diesen Kindern aber vereinbaren, dass sie nicht vorsagen/-zeigen. Nun spielt man an einem beliebigen Ort im Raum ein beliebiges Instrument. Die Kinder zeigen mit geschlossenen Augen in die Richtung aus der sie den Klang hören. Anschließend dürfen sie zur Kontrolle die Augen öffnen. Der Lehrer hat inzwischen das Instrument hinter dem Rücken oder unter einem Tuch versteckt. Im Folgenden kann sich ein kurzes Gespräch zu Material, Form, Klangeigenschaften und Namen des Instrumentes anschließen. Zum Schluss wird das Instrument präsentiert und ein Kind darf es noch einmal spielen. Dies wiederholen wir, bis alle Kinder eine gewisse Sicherheit bei der Ortung und Zuordnung erreichen. Die Übung sollte nie mehr als fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. Dafür sollten Sie sie öfter wiederholen. Ihre Kinder werden Sie daran „erinnern.
Eine Weiterentwicklung ist das Mehrklangspiel. Dabei gelten prinzipiell erst einmal die gleichen Spielregeln wie oben. Allerdings bleiben die Augen jetzt über die gesamte Länge geschlossen. Die Lehrerin oder der Lehrer oder einzelne Kinder spielen unterschiedliche Instrumente an unterschiedlichen Orten im Raum. Diese sind anschließend nicht sichtbar. Nach vier Klangbeispielen öffnen die Kinder ihre Augen. Sie zeigen nun in der richtigen Reihenfolge die unterschiedlichen „Klangorte. Je nach Anzahl der Kinder und räumlichen Möglichkeiten können auch einzelne oder mehrere Kinder zu den einzelnen Klangorten gehen. Zum Schluss wird wieder über Material, Form, Klangeigenschaften und Namen des Instrumentes reflektiert. Dabei stellen die Kinder meist fest, dass es Instrumente (z.B. Klanghölzer, Trommeln) gibt, die sich leichter...

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