1. – 4. Schuljahr

Katrin Streb

Das ist der Mister Herbst

Ein Herbstlied in Dur und Moll

Das Herbstlied von Roman Brunschwiler zeichnet sich durch einen klaren Kontrast aus. Während die Strophe im 3/4-Takt in Moll erklingt, wird der Refrain im 4/4-Takt in Dur gesungen. Das macht das Lied besonders reizvoll, da die Unterschiede bei der musikalischen Gestaltung berücksichtigt werden können. Die Kinder lernen hörend und singend Dur und Moll kennen und können den Unterschied beschreiben.

Bei diesem Lied bietet es sich an, dass die Kinder zunächst tanzend der Musik begegnen. Jedes Kind erhält ein Chiffontuch, mit dem es sich passend zur Musik durch den Raum bewegt. Diese Übung kann man ein zweites Mal durchführen, da es einigen Kindern schwerfällt, sich spontan auf die Musik einzulassen. Im Anschluss daran benennen die Kinder, welche Eindrücke sie beim Tanzen hatten.
„Die Musik war unterschiedlich. Erst so langsam, dann schneller. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Musik nicht schneller wurde, dass es sich aber so anfühlte. Das zeigt, wie schwierig es für Kinder oft ist, Musik mit Worten zu beschreiben.
Ich fand den zweiten Teil schöner. Da konnte ich richtig tanzen.
Die Kinder sprechen hier den Unterschied zwischen Strophe und Re-frain ganz selbstverständlich an, denn sie haben ihn durch ganzkörperliche Erfahrung tatsächlich gespürt.
Erarbeitung des Textes
In einem zweiten Schritt kann man die Kinder nun mit dem Liedtext (M1 ) vertraut machen. Dazu stellt man vergrößerte Textstreifen der Strophen her, die jeweils mindestens zweimal benötigt werden. Die Lehrkraft kann den kompletten Text verwenden oder eine Auswahl treffen.
Im Raum verteilt liegen Fotos (M2, Abb. 1 ) auf dem Boden. Die Textteile werden an die Kinder verteilt. Bevor der Arbeitsauftrag erteilt wird, liest jedes Kind seinen Textstreifen. Unbekannte oder unklare Begriffe werden gemeinsam besprochen (z.B. Laden, Leintücher, Mister, regiert). Für eine zweite Erarbeitung des Textes, eignet es sich, die einzelnen Zeilen der Strophen vergrößert als Textstreifen auszulegen.
Zur Musik (H19) gehen die Kinder nun im Raum umher und ordnen ihre Texte den Fotos zu. Im Anschluss begründen sie ihre Auswahl. Hier kann es passieren, dass nicht immer die gleichen Texte beim gleichen Bild liegen. Darüber sollte man ins Gespräch kommen. Die Kinder üben, ihre Meinung zu begründen und andere Entscheidungen zu akzeptieren. Es gibt nicht immer ein „Richtig oder „Falsch und manches Kind wird dies formulieren: „Ich konnte mich gar nicht entscheiden. Ich hätte meinen Text auch zu einem anderen Bild legen können.
Im Gespräch kann noch einmal über besondere Formulierungen im Text gesprochen werden, da diese für viele Kinder doch eher ungewöhnlich und nicht leicht verständlich sind (der Herbst als Person / Wieso regiert der Herbst das Land? / Nebel legt sich wie Watte ums Haus wie ist das gemeint? / „bläst in die Leintücher fest wie würden wir das sagen?)
Nachdem die Kinder nun mehrfach die Melodie des Liedes gehört haben und durch die Teile des Textes schon wissen, dass sie ein neues Herbstlied lernen, hören sie nun das Lied zum ersten Mal „komplett (Lehrervortrag oder H19). Dazu erhalten sie folgenden Auftrag: „Wir wollen nachher den Text in die richtige Reihenfolge bringen. Versucht euch dazu einiges zu merken. Nach der Lieddarbietung erfolgt die Ordnung des Textes an der Tafel und es wird gemeinsam überlegt, welche gestischen Elemente den Text unterstreichen können. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Bewegungen nicht zu umfangreich sind, sondern zunächst eher eine Gedächtnisstütze für die Kinder beim Erlernen des Liedes darstellen. Die Kinder werden in der Pause im Refrain von selbst das Klatschen einbringen. Darauf sollte man nicht verzichten!
Erarbeitung der Melodie
Da bis hierhin sehr intensiv an und mit dem Lied gearbeitet wurde, haben die Kinder die Melodie im Ohr. Durch Vor- und Nachsingen mit Einsatz der...

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