WeihnachtszeitDas Weihnachtsrhythmical

Das Weihnachtsrhythmical eignet sich wunderbar auch in Zeiten von Corona, wenn Weihnachtslieder aufgrund hoher Inzidenzwerte nicht gesungen werden dürfen. Der Rhythmus lässt sich bausteinartig in verschiedenen Unterrichtssequenzen aufbauen. Er prägt sich schnell ein und kann am Ende mehrstimmig erklingen!

Weihnachtslieder in Zeiten von Corona

Weihnachtslieder in Zeiten von Corona © Janina Lux

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Ein Ryhthmical - statt Weihnachtlieder in Zeiten von Corona

Weihnachtslieder prägen sonst die Weihnachtszeit - in Zeiten von Corona müssen mancherorts Alternativen gefunden werden, wenn aufgrund der Inzidenzwerte Singen nicht möglich ist. Um dieses sechsstimmige Rhythmical aufzubauen, sollte man schon gleich zu Beginn der Adventszeit mit den ersten beiden Versen beginnen und Stunde für Stunde ein oder zwei hinzukommen lassen – bis das ganze Rhythmical steht. Für die letzte Zeile können sich die Kinder auch einen anderen Text überlegen - da sind sie sicherlich kreativ!

Einstieg in Rhythmical

Begonnen wird mit der ersten Zeile (Weih-nachts-glo-cken) – sie gibt gleichzeitig den Grundschlag und damit die Basis für das metrische Gerüst vor. Sie wird immer wieder mit der ganzen Klasse, ohne Pause zwischendurch, hintereinanderweg gemurmelt. Dazu wird derselbe Rhythmus geklatscht.

Während nun die eine Hälfte der Klasse dies fortsetzt, wird mit der anderen Hälfte Text und Rhythmus der zweiten Zeile einstudiert und geübt. Diese Gruppe kann ihren Rhythmus patschen. Wenn dies ohne Hilfe funktioniert, werden die Gruppen getauscht.

Jetzt können für die beiden Rhythmen Gegenstände aus dem Schulranzen ausgesucht werden (zum Beispiel Brotdosen, Lineale oder Trinkflaschen) oder auch Instrumente wie Rahmentrommeln für „Weihnachtsglocken“ und Schellenringe für „Weihnachtsmann im Schlitten“.

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Rhythmus aufbauen

In der zweiten Stunde wird zunächst dieser Rhythmus wieder aufgebaut: Eine Gruppe beginnt mit „Weihnachtsglocken“, die andere kommt mit „Weihnachtsmann im Schlitten“ hinzu. Es wird auch noch einmal getauscht. Die Instrumente können sofort mitbenutzt werden.

Nun drittelt man die Klasse und baut mit den ersten beiden Gruppen die bereits bekannten Zeilen wieder auf und erarbeitet dann mit der dritten die dritte Zeile. Diese beginnt mit einer Pause. An dieser Stelle wird eine lautlose Bewegung gemacht (in die Luft schlagen), zum Text kann dann geklatscht oder ein weiteres Instrument ( etwas aus dem Ranzen oder auch ein Shaker) eingesetzt werden. Dieser Aufbau des nun dreistimmigen Rhythmus wird zweimal wiederholt, sodass jede Gruppe jede Zeile ausgeführt hat und nun auch die dritte beherrscht.

Je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, kann man die Erarbeitung der vierten Zeile in der nächsten Stunde vorsehen oder bereits in dieser. Sollte man letzteres planen, so empfiehlt es sich, zwischendurch an einem anderen Unterrichtsgegenstand zu arbeiten. So hat das bisher Gelernte zumindest ein wenig Zeit, sich zu „setzen“.

Die Erarbeitung der weiteren Zeilen erfolgt wieder in den bereits beschriebenen Schritten. Das Ganze klingt zeitaufwändiger, als es tatsächlich ist. Für jeden Schritt sollten ca. fünf bis sieben Minuten ausreichen. Jedes Mal können die Einsätze der Zeilen schneller aufeinander erfolgen, da die Kinder über zunehmende Sicherheit verfügen. Sobald diese groß genug ist, kann der Einsatz aller (bisherigen) Zeilen auch gleichzeitig erfolgen. Dafür zählt die Lehrkraft vier Schläge vor und dann beginnen alle ihren Text / Rhythmus.

Auch der Verzicht auf die eine oder andere Zeile (außer der Ersten) ist natürlich möglich. Die fünfte Zeile hat als zusätzlichen „Kick“ den Auftakt. Begonnen wird also mit der letzten Silbe der Zeile. So entsteht der korrekte Text „Lametta und Kerzenschein“. Für die Kinder ist dies kein Problem, da sie die Rhythmen ja von der Lehrkraft durch Nachahmung lernen.

Instrumente einsetzen

Natürlich erhalten alle Zeilen ein Instrument. Hier müssen Sie schauen, was gerade in Zeiten von Corona möglich ist. Wenn Instrumente desinfioziert werden müssen, werden Dinge aus dem Schulranzen geholt – von der Mappe bis zu den Stiften. Instrumente können neben den bereits erwähnten Trommeln, Schellenringen und Shakern noch Triangel, Klanghölzer und Ratschen sein. Günstig ist es, wenn sich die eingesetzten Instrumente klanglich deutlich unterscheiden. Schön ist es, dass man schon schnell Zeit dazu übergehen kann, die Texte nur noch mitzudenken und nicht mehr zu sprechen oder zu murmeln. Plötzlich merken Kinder dann, dass da ein ganz interessanter (und schwieriger) Rhythmus entstanden ist. Mit diesem kann man noch weiterarbeiten, wobei die Lehrkraft gewissermaßen als Dirigent wirkt. Später können auch Kinder Dirigent werden.

Möglicher Ablauf

Solo

Die Lehrkraft gibt durch eine große Geste zu verstehen, welche Gruppe ab dem nächsten Takt allein zwei Takte spielen soll. Das muss natürlich vorher besprochen werden und klappt vielleicht nicht beim ersten Mal.

Den anschließenden erneuten Einsatz für alle Übrigen gibt sie ebenfalls, obwohl der auch durch die Vereinbarung von zwei Takten klar sein sollte. Nach vier gemeinsamen Takten ist die nächste Gruppe mit ihrem Solo dran. Aus Gründen der Musikalität sollten alle so entstehenden Abschnitte grad­taktig sein.

Break

Die Lehrkraft gibt durch eine andere vorher vereinbarte Geste (zum Beispiel Hände über dem Kopf zusammenschlagen) an, dass die nächsten beiden Takte alle gemeinsam den Grundschlag spielen. Danach beginnt jede Gruppe wieder ihren eigenen Rhythmus.

Generalpause

Alle Instrumente schweigen für zwei Takte, der Rhythmus soll innerlich weiterlaufen. Nach den beiden Takten setzen alle wieder gemeinsam ein.

Akkordbegleitung

Die Lehrkraft spielt auf Gitarre oder Klavier eine Kadenz über vier Takte (zum Beispiel D-G-A-D oder auch Dm-Gm-A-D).

Fade Out

Die Lehrkraft zeigt durch ihre aufeinander zugehenden Hände (die zunächst ganz weit auseinander sind) an, dass alle leiser werden sollen. Wenn die Hände einander berühren, sollten alle die Lautstärke „0“ erreicht haben. Erfahrungsgemäß bedarf dies der Übung, da die Kinder häufig schneller als die Lehrkraft bei „0“ ankommen. Manchmal jedoch sind die Kinder beim Berühren der Hände noch zu laut, sodass ein nicht erwünschter abrupter Schluss entsteht. Gemeinsam mit den Kindern könnte auch ein fester Ablaufplan erstellt werden, der auf der Tafel oder dem Flipchart festgehalten wird, damit sich jeder auf das Kommende einstellen kann.

Material:

Download: Weihnachtsrhythmical


 

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Etwas Stimmungsvolles für die Weihnachtsfeier? Feiern sind immer ein Erlebnis, die das Schulleben für Kinder farbig und lebendig werden lassen. Zu deren Rahmenprogramm gehören auch Aufführungen von Liedern, Tänzen und musikalischen Geschichten.


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