MusikhörenMusikalische Schlittenfahrt

Man hört Schlittenglöckchen und Peitschenknallen! Leopold Mozarts "Musikalische Schlittenfahrt" erzählt von einer gemütlichen Spazierfahrt mit einem Pferdeschlitten durch eine verschneite Winterlandschaft. Die Kinder hören die Musik von Mozart in der Grundschule und spielen mit!

Mozarts Musikalische Schlittenfahrt

Mozarts Musikalische Schlittenfahrt © Krysja/Shutterstock.com

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Für Erwachsene bedeutet der Winter oft in erster Linie Schneeschippen, Verkehrschaos oder hohe Heizkosten. Die meisten Kinder haben diesen rationalen Blick noch nicht.

Hören und Metrum finden

Zuerst gilt es, das Metrum herauszufinden. Wenn die Schüler darin noch nicht geübt sind, empfiehlt sich diese Vorgehensweise: Zunächst muss der Grundschlag gefunden werden, der durchlaufende Puls der Musik. Es kann passieren, dass einige einen Grundschlag wahrnehmen, der doppelt oder halb so schnell wie der der anderen ist. Da muss man sich einigen. Dieser Grundschlag wird nun zur Musik mit den Fußspitzen auf dem Boden getippt. Mit einer Bewegung der Hände soll nun ein regelmäßiger Schwerpunkt gefunden werden. Die Handbewegungen können klanglos in der Luft ausgeführt werden oder klingend, indem z. B. die Tischplatte berührt wird; sie gliedern sich in „schwere“ (ggf. klingende) und „leichte“ auf jeden Fall nicht klingende Bewegungen.

Hier können Sie die Musikalische Schlittenfahrt von Leopold Mozart hören.

Schön ist es, wenn intuitiv das Metrum gefunden wird. Wenn nicht, muss die Aufgabe systematisch angegangen werden: Jeder Formteil beginnt (eventuell nach einem Auftakt) mit einem deutlichen Schwerpunkt. Mit diesem einsetzend, probiert man ein mögliches Metrum aus. Ist dies unpassend (z. B. 3er-Metrum in der Hand zum erklingenden 4er-Metrum) so gibt es verschiedene Indikatoren, an denen man es wahrnehmen kann.

Das Metrum finden

  • ein generelles sich Unwohlfühlen
  • Schwierigkeiten, das erprobte Metrum durchzuhalten
  • automatischer Versuch, Zwischenschläge einzufügen
  • automatischer Wechsel in ein anderes Metrum

Auf diese Weise erprobt man verschiedene Metren, bis man das passende gefunden hat. In unserem Fall sind dies ein 2er-Metrum bei Leopold Mozart und ein 3er-Metrum bei Wolfgang Amadeus Mozart.

Einsatz von Glöckchen und Peitsche

Hört man genau hin, so wird man feststellen, dass in Leopold Mozarts „Schlittenfahrt“ die Glöckchen nahezu durchgehend erklingen (nur an Schlüssen von Formteilen setzen sie kurz aus), während sie bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Schlittenfahrt“ nur in den Teilen C und D, am Ende von Teil E und im Teil F mit Unterbrechungen erklingen.

Eine Peitsche kann man sich für die Begleitung selbst sehr leicht bauen. Bevor man das Instrument einsetzt, kann für das genaue Zuhören die Aufgabe gestellt werden, die Peitschenknalle mitzuzählen; es sind 17. Nun kann man versuchen – visuell unterstützt durch die Tabelle auf Seite 19 – diese 17 Peitschenknalle mitzumusizieren (dazu können natürlich auch andere Instrumente verwendet werden; auch ein leichtes Schlagen der Handrücken aneinander klingt wie ein leiser Peitschenknall). Die Punkte entsprechen den Achteln im 2/4-Takt.

Mitspielen zu Leopolds Schlittenfahrt

Das Mitspielen zur Musik Leopold Mozarts Schlittenfahrt kann nun erweitert werden um weitere Instrumente: Rahmentrommel, Peitsche, Vibraslap, Triangel und Klanghölzer. Bis auf den Schluss von Teil B spielen die unterschiedlichen Instrumente nie gleichzeitig, sondern wechseln einander ab. Die Musizierenden müssen also genau verfolgen, wo in der Partitur man gerade ist und wer musiziert, um den eigenen Einsatz richtig zu finden. Das bedarf natürlich der Übung und ist am besten möglich, wenn  es auch einer Folie verwendet wird, in der die Lehrkraft genau den Verlauf über den OHP mitzeigen kann.

Bau einer Peitsche

Man lässt sich auf dem Baumarkt aus gehobelten Leisten (Querschnitt ca. 2 cm × 5 cm) Stücke von ca. 20 cm Länge zusägen. Mit etwas Schleifpapier werden die Sägekantenverschliffen. Ein kleines Scharnier verbindet die beiden Flügel des Instrumentes. Gespiel wird dieses Instrument, indem man es mit beiden Händen wie ein „V“ vor sich hält und zusammenklappt. Erfolgt dieses Zusammenklappen mit großem Tempo, klingt es einem Peitschenknall sehr ähnlich. In größerer Ausführung kennt man das Instrument auch als Startgeber für den Sprint im Sportunterricht.


 

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