ZirkusprojektZirkusprojekte mit Musik in der Grundschule

Das Thema Zirkus hat einen hohen Erlebnis- und Motivationswert für die Kinder und nimmt in der Vorstellungswelt fast aller Schülerinnen und Schüler einen festen Platz ein. Es fördert die Entwicklung von Spontaneität und gibt vielfältigen Ideen genügend Spielraum.

Zirkus Grundschule Projekt

Zirkusprojekte mit Musik Foto: © mikaelawill13/Shutterstock.com

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Ein Zirkus Projekt in der Grundschule

Über Zirkuserlebnisse nachzudenken, macht Spaß und kann stundenfüllend sein. Mit Fragen wie: Ward ihr schon einmal in einem Zirkus? Was ist toll an ein einem Zirkus? Gibt es eine Rolle, in die ihr einmal schlüpfen wollt? Wer/Was hat dir besonders gefallen etc. - steigt man schnell in die Thematik ein. Alternativ können Zirkusbilder gezeigt werden und die Schülerinnen und Schüler äußern sich immer spontan dazu. Spannend wird es, wenn mit den Kindern ein Zirkusprojekt geplant ist und sie selbst mitwirken können. Schnell kommen Ideen zu akrobatischen Nummern, Zauberei und natürlich Clownssketchen.

Auf das Zirkus-Projekt einlassen

All dies bedeutet allerdings viel Training, damit ein Zauberstück, ein Witz bzw. eine Clownsnummer lustig oder effektvoll dargeboten werden kann. Eine Nummer hat einen Spannungsaufbau und der Ablauf der Geschichte ist vorgegeben. Um die Kinder auf dies vorzubereiten, stellen wir ein Clowns-Warm-Up vor, um die Kinder in die Welt des Zirkus abzuholen. Am Ende des Blogbeitrages werden weitere Ideen vorgestellt, die in ein Zirkus-Projekt in der Grundschule münden können und mit viel Musik verbunden sind. Schließlich gibt es in jedem Zirkus auch Musik – sei es mit einem Orchester, Musikern, Geräuschen und Klängen oder über die Musikanlage. Musik hat die Aufgabe, die richtige Atmosphäre oder Spannung während der Aufführung zu erzeugen, Umbauphasen zu überbrücken. Außerdem kann Musik die optische Wahrnehmung der Darbietungen durch Zusammenklänge oder auch Konterkarierungen intensivieren. Aus musikalischer Sicht bietet das Thema also viele Anlasse für ein Thema im Musikunterricht.

Ein Warming-up für alle Artisten

Zu Beginn einer Stunde in Zirkus-Projekt bieten sich Warming-up-Spiele an. Hier kommen die Kinder spielerisch miteinander in Kontakt. Das lockert die Atmosphäre auf, baut Hemmungen ab und bringt die Kinder neu zusammen. So nimmt man auch evtl. Ängste, sich vor anderen Kindern blamieren zu können. Für die Aktivität benötigt man etwas freien Raum, einen großen Musikraum oder es werden Tische und Stühle etwas zu Seite geschoben. Sie sind der Spielleiter und geben folgende Impulse weiter. Alle Übungen können beliebig erweitert und ergänzt werden:

  • Durch den Raum gehen. Die Spielleitung gibt verschiedene Untergründe vor: warmer Sand, heißer Sand, kalte Füße, pieksiger Waldfußboden (am besten barfuß).
  • Die Spielleitung gibt nun Begriffe vor wie: Freude, Wut, Spaß und Sätze wie: „Mist, ich hab ne 6 in Mathe!“ oder „Juhuu, ich hab ne 1+.“ Wichtig ist, dass sich die Kinder, ausprobieren können.
  • In der Hocke sich vorwärts bewegen, springend durch den Raum gehen, auf Zehenspitzen als Riese, auf den Händen und Füßen, als Katze usw.
  • An einem Empfang teilnehmen und sich kräftig die Hände schütteln, mit den Füßen begrüßen, mit den Schultern begrüßen, mit der Nasenspitze usw.
  • Wir tragen zu zweit oder zu dritt eine imaginäre Kiste, einen Stuhl, eine Glasscheibe ...
  • Die ganze Gruppe ist eine große Wolke, ein Wackelpuddig, ein zäher Teig, ein Eis, ein Haufen Federn, ein Haufen Flöhe usw.

 

Zur Ausgabe 'Zirkus'

"Manege frei!" – es erwartet Sie ein sensationelles, buntes Zirkusprogramm für den Musikunterricht mit turbulenten Clownerien, ein Einzug voller Pantomime, artistische Sprechakrobatik, zauberhaften Hokus Pokus und wundervolle Zirkusmusik.


Zirkus

Grundschule Musik Nr. 73/2015

 


    Große Gesten und viel Mimik

    In Zirkusnummer wird oft viel pantomimisch dargestellt. Die Artisten agieren über Haltung, Gebärden und Mimik. Manchen Kindern hilft eine Kostümierung, Perücke oder rote Nase, um z.B. in die Clownsrolle zu schlüpfen: Sobald ich die Nase aufhabe, darf ich alles groß machen. Die Kinder sollen nämlich dazu ermutigt werden, ihre Bewegungen größer als gewohnt, vielleicht sogar sehr übertrieben, darzustellen. Die Übungen zur Förderung der Ausdruckskraft (Expressivität) können täglich mehrmals durchgeführt werden. Es lohnt sich, die Kinder zum Übertreiben anzuhalten. Auch hierfür eignen sich einige spielerische Übungen. So können einige Spielelemente angespielt werden, und es entstehen bereits viele Möglichkeiten für die Kinder, sich auszuprobieren und im Rahmen ihrer Ideen zu improvisieren

    • Ein Clown stellt einen Notenständer ab, dem anderen Clown gefällt der Platz nicht und korrigiert den ersten Clown in einer Tour.
    • Ein Clown zeigt mit einem Dirigierstab in eine Richtung, eine Gruppe von Kindern, eng zusammen gestellt, beugt sich in der Gruppe in die jeweilige Richtung.
    • Der Clown stolpert über einen unsichtbaren Stolperstein in der Mitte des Raumes.
    • Ein Clown stampft auf den Boden und ärgert sich, die anderen machen es der Reihe nach – es entsteht ein Groove.

    Weitere Ideen für ein Zirkus-Projekt in der Grundschule

     

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